Die Geschichte von Kirkkolahti

Der Hafen von Kirkkolahti blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Damals gehörte Liperi zu den bedeutendsten Landwirtschaftsregionen Nordkareliens. Am Hafen befanden sich eine Mühle und eine Molkerei, deren denkmalgeschütztes Backsteingebäude noch heute von der Terrasse des Restaurants SUMMER aus zu sehen ist. Von hier aus wurden Getreide und Butter über die Wasserwege in andere Regionen transportiert – zu einer Zeit, als die Eisenbahn in Finnland noch kaum verbreitet war.

Das Restaurant SUMMER befindet sich in einem ehemaligen Hafenspeicher aus dem Jahr 1895. In diesem Gebäude wurden einst Waren kontrolliert und verzollt, die den Hafen verließen oder dort ankamen. Der Hafen war jedoch nicht nur ein Handelsplatz, sondern auch seit Generationen ein Treffpunkt für Fischer, Bootsfahrer und Erholungssuchende. Heute heißt Kirkkolahti Gäste aus Finnland und aller Welt willkommen und verbindet seine traditionsreiche Geschichte mit modernem Seetourismus.

Die Geschichte der Gastgeberin

Mit Kirkkolahti verbunden

Taina Rautiainen ist im Kirchdorf von Liperi aufgewachsen. Der Hafen von Kirkkolahti gehört seit ihrer Kindheit zu den Orten, die ihr besonders am Herzen liegen. Als sich die Gelegenheit bot, den historischen Hafenspeicher mit seinem Restaurant zu übernehmen, musste sie nicht lange überlegen.

Bereits zuvor führte Taina ihr eigenes Unternehmen HyvänOlon Mylly Oy, das Dienstleistungen rund um Schönheit und Wohlbefinden anbietet. Menschen ein gutes Gefühl zu geben und ihnen Freude zu bereiten, ist ihre größte Motivation – eine Haltung, die sich auch im Restaurant SUMMER widerspiegelt.

Ein echtes Familienunternehmen

SUMMER ist ein Familienunternehmen. Neben Taina engagieren sich ihre Familie, Freunde, Künstler und regionale Partner. Ihr Ehemann hat die neue Terrasse mitgebaut, während die Kinder im Sommer die Gäste bedienen. Diese enge Zusammenarbeit schafft eine herzliche und persönliche Atmosphäre, die viele Besucher besonders schätzen.

Karelische Gastfreundschaft

Für Taina gehört die karelische Gastfreundschaft ganz selbstverständlich zum Leben. Die Speisen werden frisch zubereitet und den Gästen an den Tisch gebracht, sodass sie ihren Aufenthalt ganz entspannt genießen können. Schmutziges Geschirr räumt das Team ab – die Gäste sollen sich ganz auf gutes Essen, schöne Gespräche und die Atmosphäre am See konzentrieren.

Arbeiten mit Begeisterung

Auch ihr Team bezeichnet Taina gerne als ihre "Arbeitsfamilie".

"Wenn sich Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Ich führe mein Team mit Begeisterung und gehe mit gutem Beispiel voran."

Mit dieser Philosophie heißt Taina alle Gäste herzlich willkommen und lädt sie ein, ein Stück des Lebens am Hafen von Kirkkolahti und der Gastfreundschaft Nordkareliens kennenzulernen.

Ein Hafen mit langer Tradition

Die Geschichte des Hafens von Kirkkolahti reicht mehrere Jahrhunderte zurück – in eine Zeit, als Menschen und Waren vor allem auf den Wasserwegen unterwegs waren und das Fischen für viele Familien zum Alltag gehörte. Entlang der Seen entstanden die ersten Dörfer, Mühlen und Gewerbebetriebe.

Am Ufer steht noch heute das denkmalgeschützte Backsteingebäude der ehemaligen Molkerei. Aus denselben roten Ziegeln wurde auch die eindrucksvolle Kirche von Liperi auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht errichtet. Der historische Hafenspeicher, in dem sich heute das Restaurant SUMMER befindet, wurde im Jahr 1895 erbaut.

Eine Geschichte über die Liebe zum Angeln

Nach einem langen Arbeitstag konnte Tainas Vater den Feierabend kaum erwarten. Oft zog es ihn direkt hinaus aufs Wasser, um seine Netze zu kontrollieren. Meist blieb kaum Zeit, den Anzug auszuziehen – er krempelte lediglich die Ärmel seines weißen Hemdes hoch und machte sich auf den Weg. Seine Frau meinte schmunzelnd, er könne doch wenigstens ein älteres Hemd zum Angeln anziehen.

Rund zwanzig Jahre später erinnerte sich ein älterer Herr an genau dieses Bild. Seine Verwandten hatten früher in Liperi gelebt, und er erzählte lachend:

"An eines erinnere ich mich besonders: Da gab es einen Mann, der seine Fischernetze immer in einem weißen Hemd kontrollierte."

– Nach einer Erzählung von Riitta Tiihonen / Liperi-Seura